Mein Haiti
Haiti – von jedem Gott verlassen. Und jetzt scheißen sie auch noch drauf.
Nicht, dass ich gläubig wäre oder mir um Haiti mehr Gedanken machen würde, als um den Taifun vor ein paar Jahren. Den Erdrutsch in China, die Blizzards in New York oder die “Jahrhundertflut” in Deutschland. Soetwas passiert. Das Antlitz der Welt verändert sich nunmal und spätestens seit der Stoik wissen wir in etwa, was die Welt von uns hält. Sie interessiert sich einfach nicht für uns. Nichtmal groß für den Klimawandel. Aber zurück zu Haiti:
Auf Spiegelfechter -den ich zugegebenermaßen nur durch Google gefunden und nur für diesen Artikel gelesen habe- gibt es einen kurzen Überblick über die Situation und Geschichte Haitis, durchaus interessant wie ich finde. Habe mich ja auch erst seit heute mal mehr damit beschäftigt, ganz oberflächlich.
Wie wir seit heute wissen gab es heute auch noch ein Nachbeben der Stärke 6. Wir ignorieren an dieser Stelle einfach den doppelten Platz für 3 deutsche Opfer und trauern um die ganzen fünf Vermissten.
Man mag nun aber über die dort stationierten Soldaten der USAmerikaner denken wie man will, ich persönlich bin vorsichtig, was das angeht. Und ein wenig verwundert, dass die nicht alle in Afghanistan rumsitzen. Es macht mich mehr oder minder nervös, dass einige tausend Soldaten jetzt in einem völlig zerstörten Staat stationiert sind, insbesondere wenn die Armee hervorragend zur Aufbauhilfe geeignet ist. Die Erfolge im nahen Osten lügen schließlich nicht. Doch genug des Sarkasmus, es stimmt natürlich, dass die Hilfsgüter nur durch Waffenschutz auch wirklich da ankommen, wo sie gebraucht werden. In Haiti herrscht nach dem Zusammenbruch der UN-Mission und einem fehlen von Staatsstruktur Anarchie. Insofern haben die Haitianer uns etwas voraus. Sie können sich jetzt völlig auf die Wirtschaft konzentrieren. So viel Leistung wie möglich, für so wenig Geld wie möglich – als Käufer. Bei uns brandmarkt einen die Bild dafür ja recht schnell als Sozialschmarotzer.
Aber lassen wir das, Bild und Politik sind mir jetzt zu kopfschmerzend, besonders da ich immer noch die Losung im Schädel habe, die Spiegelfechter verlinkt hat. Bei selbigem/selbiger möchte ich mich auch noch bedanken, ein interessanter Überblick. Auch wenn ich persönlich (als wirtschaftlich unfähig) einen Aufbaufond für völlig utopisch halte. Ebenfalls einen Schuldenerlass und was sie sonst noch als Möglichkeit aufzeigen. Soweit ich weiß verschuldet sich die USA momentan ja auch mit…hm…1,7 Milliarden Dollar pro Tag. Man verzeihe mir auch hier bitte eine womöglich ungenaue Quelle, aber es ist schon etwas spät, ich bin eine Weile auf und eigentlich sollte ich an einem Musikreferat sitzen.
Eher dürfte es aber wahrscheinlich sein, dass die USA sich zurückziehen und China erlauben das Land aufzubauen. Zumindest in der Vergangenheit haben die es ja geschafft Politik zu machen, ohne irgendwo einzumarschieren, jedenfalls nicht aktiv. Wie hieß der gewählte Präsident in…Chile wars glaub ich, noch gleich? Der, der vom Militär geputscht und durch einen USA-freundlichen ersetzt wurde. Irgendwas mit Sal…nein, nicht der grüne Kerl aus Harry Potter. Allende, genau der wars!
Hm…mein Hirn wird Brei, ich lass den letzten Teil aber trotzdem mal so stehen. Man liest sich.
